VAWD hält 50 Jahre. Aber nur, wenn man es lässt....
- René Graf

- 31. März
- 1 Min. Lesezeit
Das Fraunhofer Institut für Bauphysik hat VAWD-Systeme über Jahrzehnte begleitet — Objekte aus den 1970er-Jahren bis heute. Das Ergebnis ist bemerkenswert klar: Die meisten Systeme aus den 1970er-Jahren sind nach über 40 Jahren praktisch schadensfrei.
Kein übermässiger Algenbewuchs, kein strukturelles Versagen, minimaler Instandhaltungsaufwand.
Was mir als Baugutachter dabei besonders auffällt: Die Systeme, die versagen, tun es fast nie aufgrund des Materials — sondern aufgrund von Ausführungsfehlern, fehlenden Anschlüssen oder mangelhafter Wartung.
Im Weiteren sind die heute erforderlichen Dämmstärken problematisch, da – wie in meinem anderen Beitrag dargelegt – die Putzoberflächen ungenügend austrocknen.
In anderen Worten: Das System ist nicht das Problem. Die Schnittstellen sind das Problem.
Anschlüsse an Fenster, Attikaabschlüsse, Sockelbereiche, Bewegungsfugen — dort entstehen die Schäden, die ich in meinen Gutachten dokumentiere. Nicht in der Fläche.
Meine Lehre daraus:
Wer beim VAWD spart, spart meistens an der falschen Stelle. Nicht am Dämmmaterial — sondern an der Detailplanung und der Ausführungsqualität der Anschlüsse.
Und wer als Bauherr in 20 Jahren kein Problem haben will, lässt diese Details heute fachkundig prüfen — und nicht erst, wenn der Schaden sichtbar ist.
WICHTIG: Eine Putzfassade soll meiner Meinung nach in unseren Regionen etwa alle 15 Jahre mit einem neuen Farbanstrich versehen werden (abhängig von Vordach und Lage).
👉 Was sind Deine Erfahrungen hinsichtlich Unterhalt von Putzfassaden?
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