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Gemeinsam Ärmel hochkrempeln und gegen Baumängel ankämpfen

KI-Roboter als Gutachter: Der Gutachter, der nie schläft.

  • Autorenbild: René Graf
    René Graf
  • vor 4 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

95 % Erkennungsgenauigkeit. Klingt nach Revolution. Bis Sie für die 5 % vor Gericht stehen.


Ich habe das Fachpaper «Digitale Diagnostik für die Bauwerksanalyse» (Bausachverständige 2/2026) gelesen – und sehe darin alles, was technisch möglich ist.


Drohnen statt Gerüst. CNN statt Lupe. Heatmaps statt Bauchgefühl.

Was im Paper sauber dokumentiert, in der Praxis aber gerne überlesen wird:


  • Die KI klassifiziert den Riss. Sie sagt nicht, ob es ein Setzungsriss, ein Schwindriss oder ein konstruktiver Mangel ist. Die Drohne liefert 4K-Bilder. Den Werkvertrag, gegen den der Befund zu messen ist, liest sie nicht. Das Dashboard zeigt 94,2 % Verfügbarkeit. Ob der Besteller die vertraglich geschuldete Beschaffenheit erhalten hat, beantwortet es nicht.


  • Und der entscheidende Satz im Paper: «Die rechtliche Verantwortung liegt grundsätzlich beim Verwender der KI-Systeme.» Nicht beim Hersteller. Wer die Drohne fliegt und den Befund unterschreibt, trägt das Risiko. Und das ist git so.


Mein Fazit: KI macht den Gutachter nicht überflüssig. Sie macht ihn unverzichtbarer. Weil jemand die Daten lesen, normativ einordnen und vor Richter oder Schiedsgericht vertreten muss - und das bleibt menschliche Arbeit. Dies ist meine Meinung, obwohl ich bereits Bauteilöffnungen in 3D Scanne und die Daten möglichst digital abbilde.


Wer setzt KI in der Bauwerksdiagnostik heute produktiv ein - und wer haftet bei euch dafür?







 
 
 

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