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Gemeinsam Ärmel hochkrempeln und gegen Baumängel ankämpfen

Streiten lohnt sich nie......

  • Autorenbild: René Graf
    René Graf
  • vor 3 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Das Gericht ist der teuerste Ausweg. Nicht die Lösung.


In der Schweiz werden nur rund 2 % der Baumängel gerichtlich verhandelt – und das aus gutem Grund. Die Sachlage ist oft derart komplex, dass Gerichte schlicht überfordert sind oder alle Parteien gleichzeitig nachvollziehbare Argumente vorbringen können.


Gerichtsprozesse dauern im Schnitt mehrere Jahre; bei grösseren Projekten über mehrere Instanzen gerne eine Dekade. Die Transaktionskosten fressen den Ertrag aus dem Bauvorhaben auf – selbst wenn man gewinnt.



Was funktioniert stattdessen?


Schiedsgutachten – wenn Tatsachen, nicht Rechtsfragen im Streit stehen. Ein fachkundiger Dritter beurteilt den Sachverhalt verbindlich, ohne dass ein Gericht bemüht werden muss.


Schiedsgericht – wenn die Entscheidung bindend sein soll, aber Fachkunde gefragt ist. Schneller als der Zivilprozess, branchenkundig besetzt, ohne den Umweg über staatliche Instanzen.


Schlichtung / Mediation – wenn die Beziehung erhalten werden soll. Gerade bei Langzeitprojekten oder wiederkehrenden Geschäftspartnern oft die intelligenteste Wahl.


Adjudikation (DAB) – wenn die Baustelle läuft und Liquidität gesichert werden muss. Der Dispute Adjudication Board entscheidet vorläufig bindend – die Baustelle läuft weiter, der Streit wird später bereinigt.



Keines dieser Verfahren ersetzt den "Baurechtler" vollständig. Aber alle sind schneller, günstiger und baubetrieblich verträglicher als ein Zivilprozess.

Wer im Baurecht einen Streit eskalieren lässt, bis ein Gericht entscheidet, hat in den meisten Fällen früher die Kontrolle über das Verfahren verloren – oder nie gehabt.





 
 
 

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